Sacred Rite: Same

Year1984
Label/DistributionPrivate
FormatCD, LP
Musical styleUS Metal
Additional infoPrivate 1nd pressing: 1984 ("Pegasus" Cover) Rarity: 5 Private 2st pressing: 1984 (White "Logo" Cover) Rarity: 4 Euro-License pressing: 1985 ("Pegasus" Cover) Rarity: 2 CD reissue not rare
Rarity grading
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4 out of 6 - Incredibly rare!

Review

Diese, ursprünglich als Privatpressung mit sehr schlichtem Cover (weiß mit schwarzem Schriftzug) erschienene Platte wurde ein Jahr später nochmals über Axe Killer Records veröffentlicht. Die Privatpressung liegt preislich um einiges höher, ist aber komischerweise öfters anzutreffen als die hier vorliegende französische Pressung. Aber in diesem Fall kann man echt auf das doppelt so teure Original verzichten, weil diese Pressung hier einfach vom optischen weitaus mehr hermacht. Ein wunderschönes Cover, oder!? Sieben Songs sind irgendwie nicht Fisch und nicht Fleisch, also ob MLP oder LP, ich weiß es nicht... Was ich aber weiß ist, dass die Platte sehr gut ist! Wenn man SACRED RITE einmal hört, fällt einem sofort der sehr eigenständige und einprägsame Sänger und die einzigartige Bassarbeit auf. Von da her haben sie schon etwas, was vielen anderen Bands fehlt: Eigenständigkeit und Wiedererkennungswert. Es ist sehr schwer den Sänger zu beschreiben, er singt auf der einen Seite sehr melodisch, aber auch nicht zu weich und er hat etwas sehr heroisches in der Stimme. Mir gefällt er jedenfalls sehr gut, denn er verleiht den Songs etwas ganz besonderes. Die Musik würde ich als melodischen, leicht epischen, sogar manchmal mit ganz leichtem Hard Rock (Seventies Prog Rock) Touch versehenen Power Metal beschreiben. Das Hard Rockige ist nur auf die Bassläufe und teilweise die Gesangsmelodien bezogen, die haben irgendwie etwas Prog Rockiges. Ist aber auf gar keinen Fall als nachteilig zu bewerten! "Wings Of Pegasus" und "Angels Never Die" sind zwei sehr gute midtempo Songs, denen dann das etwas lasche "White Boy" folgt. Dieser Song hat mir einen zu großen Hard Rock Touch. Weiter geht es mit dem Übersong "The Blade", welcher ein Glanzstück des epischen und melodischen Powermetals amerikanischer Prägung darstellt. Die vielen verschiedenen Teile machen diesen Song überaus interessant. So geht es dann auch weiter, denn "Executioner" und "R.I.P." schlagen in die gleiche Kerbe. Mit "R.I.P". haben sie sich selbst übertroffen, denn dieser Song ist einfach nur Weltklasse!!! Etwas ruhiger zwar, aber grandios aufgebaut, mit vielen Spannungsbögen und vielen epischen Teilen. Genial! Mit "Revelation" ist auch ein schnellerer Doublebass Kracher vorhanden, der die Stärke SACRED RITE's wieder unter Beweis stellt. Hier erinnern sie sogar ein bisschen an alte LIEGE LORD. Diese Platte ist mal wieder rundum empfehlenswert und wird meiner Meinung nach zu Unrecht des öfteren etwas Stiefmütterlich behandelt. Allein das Cover zählt zu den schönsten überhaupt. Kaufen!!!



Wie beschreibt man Klassiker? Aus heutiger Sicht zählen alle drei Sacred Rite Alben dazu, auch wenn die Meinungen darüber bisweilen auseinandergehen. Fakt ist: jedes der Alben bietet eingängigen, druckvollen Metal, dem man die Spielfreude der vier Jungs aus Hawaii anmerkt. Die Songs des selbstbetitelten Debüts sind dabei die rauesten. Trotzdem bieten sie bemerkenswerte spielerische Feinheiten. Höhepunkt für mich ist "R.I.P.", ein getragenes, episches Meisterwerk, das ruhig beginnt und sich zu den Refrains hin ins Unermessliche steigert. Aber auch die anderen Songs bieten frühen US Metal, wie er besser nicht hätte sein können.

Tracks
1) Wings Of Pegasus
2) Angels Never Die
3) White Boy
4) The Blade

1) Executioner
2) R.I.P.
3) Revelation

Created / updated: 2011-03-24
Charly Kogler, Stefan Wille