Megattack: Raw Delivery

Year1986
Label/DistributionDream Records
FormatLP
Musical styleMelodic Metal
Additional infoReleased only in France.
Rarity grading
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3 out of 6 - Extremely rare!

Review

Ich muss ja zugeben, dass mein Schallwellen Speicher nur geringfügig Glamrock Anklänge horten durfte. Trotz dieses Faktums wird mir jeder einigermaßen bodenständige Metalhead den dezenten Widerspruch in Bezug auf Bandname und Cover bzw. dem Outfit der Herrschaften (man ergötze sich an die Leoparden Hemdchen, Haarspraylooks usw.) bescheinigen können. Im weiteren betrifft das dann auch erwartungsgemäß die Musik, aber im positiven Sinne. Die aus Salt Lake City stammende Combo bietet uns hier nämlich feinst garnierten Heavyrock den man am ehesten mit den frühen RATT vergleichen könnte. Dies bezüglich lasse ich die Expertenrunde um einiges spezifischer analysieren. Das ganze Teil ist geprägt von der etwas heißeren, dennoch sympathischen Stimme des Jack`s und den entzückenden Riffs des Herkunfts-anonymen Klampferduo`s, die da mit MALICE Parallelen gelegentlich aufkreuzen. Umfaller sucht man auf Raw Delivery bis auf winzige Abstriche vergebens. Dafür existieren Kracher wie die Weltklassehymne "Whisper in the dark" oder "Love machine", welche gewählter Betitelung nach zwar nicht besonders originell klingen, man aber aufgrund ihres umwerfenden Songwritings als metallische Glanztaten attestieren muss.



Mal wieder ein Opfer von Dream Records. Das heißt: neben Agentz und ESP die dritte Band, die trotz genialem Songmaterial bei diesem obskuren Label versauert ist. Megattack kommen zwar nicht an obige Bands heran, bieten auf "Raw Delivery" aber feinen Heavy Rock, der sehr druckvoll produziert wurde. Leider verflacht die Scheibe auf Seite zwei etwas, was aber nicht als Abschreckung dienen soll! Im Gegenteil, wer auf melodischen Heavy Metal steht, muss Megattack einfach haben. Punkt.

Tracks
1) Never Surrender
2) Good Girls
3) Whisper In The Dark
4) Talk To Me
5) Kids Rock

1) Stay With Me
2) Carry On
3) Make It Rock
4) Love Machine

Created / updated: 2011-03-16
Stefan Wille, Werner Gasser