Blitzkrieg: Theatre of the damned

Year2007
Label/DistributionArmageddon
FormatCD
Musical styleHeavy Metal
Additional info-
Rarity grading
ShieldShieldShieldShieldShieldShield
0 out of 6 - Not rare at all!

Review

Brian Ross hat ja bekanntlich eine der einprägsamsten Stimmen im englischen Heavy Metal. Mit diesem fetten Plus startet natürlich jedes BLITZKRIEG-Album in die Bewertung. Und BLITZKRIEG definieren sich ja eigentlich auch hauptsächlich über ihren Frontmann. Die Besetzung für "Theatre of the Damned" wurde fast komplett ausgewechselt, weshalb man gespannt sein durfte, was die neuen Mannen so hinbekommen. Mit dem etwas eigentümlichen Titelsong geht es auch ganz gut los, um dann schon direkt darauf in die völlig banalen und langweiligen "The Phantom" und "Devils Spawn" überzuleiten. Hier rettet wirklich nur die Stimme vor der Taste zum weiterschalten. Natürlich sind BLITZKRIEG-Songs oft etwas eigentümlich. Das hatte man beim Vorgänger "Sins and greed" deutlich zu hören bekommen, aber nach einer Zeit zündete das komplette Album. "My life is my own" könnte so ein Song für den zweiten Anlauf sein. Aber wir wollen ja auch sofort erkennbare Klassiker für die zukünftige Live-Performance. Endlich: "Spirit of the legend" läßt sowohl Brians Stimme erstrahlen als auch im Songwritingbereich aufhorchen. Das ist der "erhabene" Metal wie ich ihn von BLITZKRIEG hören will. Nach dem Übergang "The passing" ist "Into the light" eine Art Halbballade und absolut gelungen. Wie kann der Mann nur so überragend singen? Und warum kommt dann wieder so ein Langweiler wie "Tortured souls"? Als fader Appetitanreger zu "Together we are strong"?, bei dem Songwriting und die Ausnahmestimme zum Glück wieder eine gelungene Allianz eingehen und für ein weiteres Highlight sorgen. Das angenehme "Night stalker" beendet ein ALbum welches sehr starke Momente hat, jedoch nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass man bis zur Veröffentlichung vielleicht noch etwas hätte warten sollen, um ausreichend gleichwertige Songs zusammenzuhaben. Warum redet der schon vom Ende des Albums, werdet Ihr Euch vielleicht jetzt fragen? Neueinspielungen sind nun mal so eine Sache und "Armageddon" und "Blitzkrieg" sind eben solche. Natürlich sind das sehr gute Songs, aber man (in dem Falle meine Wenigkeit und die meisten von Euch) kennt sie eben schon. Für Hörer, die bisher noch nicht mit BLITZKRIEG in Berührung geommen sind ist das sicherlich interessant, die anderen machen kurz einen Zeitsprung und gehen dann mit erfreuter Mine zum visuellen Teil über. Da gibt es zwei Bonusvideos, die natürlich mit dem neuen Album an sich auch nichts mehr zu tun haben, aber als feine Sache gewertet werden. Insgesamt bleibt aufgrund der erwähnten sehr starken Songs ein gutes Album, wenngleich BLITZKRIEG nicht alle Stärken ausgespielt haben.


The album begins not as great as expected but becomes stronger with later tracks on the CD. Still the voice of Brian Ross is outstanding. Try "Into the light" and you will know what I mean. The mixture between NWoBHM-influences, mid-eighties Metal and unique song-structures works still quite good, although "Sins and greed" was a bit more easy to listen to. Anyway: There are some songs on the album many bands work their whole life on to get something similar and never will make it.

Tracks
Theatre of the damned
The phantom
Devil's spawn
My life is my own
Sprit
The passing
Into the light
Tortured souls
Together we are strong
Night stalker
Armageddon
Blitzkrieg
Escape from the village (Video) (Data Track)
I'm not insane (Video)

Created / updated: 2012-08-10
Stefan Riermaier