Ereb Altor: By Honour

Year2007
Label/DistributionI Hate
FormatCD
Musical styleDoom Metal
Additional info1. Perennial 04:39 2. Awakening 08:07 3. By Honour 08:26 4. Winter Wonderland 07:21 5. Dark Nymph 07:03 6. Wizard 10:24 7. Ereb Altor 07:21
Rarity grading
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Review

Welche Musik macht eine Truppe, die es in 18 Jahren grad mal auf ein Demo in 2003 und nun zum ersten Longplayer gebracht hat? Deren Stücke im Schnitt 8 Minuten lang sind? Ein Schelm, wer jetzt Speed Metal brüllt, es ist natürlich Doom, den dieses Duo aus dem schwedischen Gävle absondert. Und es ist der Traum eines jeden Rezensenten, denn der Sound ist mit drei Worten zu beschreiben: BATHORY, BATHORY, BATHORY! Wer auf Alben wie Hammerheart oder auch Nordland steht, wird hier eine wahre Offenbarung erleben. Denn wirklicher Doom, der dich a’ la SAINT VITUS in Nullkommajosef in die Bewusstlosigkeit schnarcht, ist es nicht wirklich. Eher eine extrem feierlich-getragene Variante des epischen Viking Metal. Thematisch handelt man die Natur und Depression ab, wenn man sich die Welt von heute so anschaut, durchaus zwei Sachverhalte, die sich einander bedingen. Das ultimative Highlight ist eigentlich nicht auszumachen, die ganze CD ist eher wie eine Prozession in der Kirche, in der du im Dunst des Weihrauches ganz langsam in dich selber sinkst und von oben entrückt auf alles hinabblickst. Ist es eigentlich Gotteslästerung zu sagen, dass EREB ALTOR wie BATHORY mit besserem Gesang klingen? Durch den Schnee reitende Krieger, im Wald prasselnde Feuer, sterbende Menschen, ein brennendes Boot auf einer endlosen See, die Assoziationen, die einem beim Anhören dieser Musik durch den Kopf gehen, sind durchweg morbid, kalt und furchteinflössend. Aber eines sind sie auch: emotional und berührend. QUORTHON kann in Valhalla beruhigt zur Kenntnis nehmen, dass seine legitimen Nachfolger auf den Namen EREB ALTOR hören. Zusammen mit CROM das Beste, was dieses Genre zu bieten hat. Was noch zur absoluten Perfektion fehlt, ist eine Vinylausgabe.

Tracks
7 Tracks 53:21 min

Created / updated: 2011-01-17
Stefan Wendle