Crowley: Whisper of the evil

Year1986
Label/DistributionElectric Ladyland
FormatLP
Musical styleHeavy Metal
Additional infoLyrics on fold-out booklet.
Rarity grading
ShieldShieldShieldShieldShieldShield
4 out of 6 - Incredibly rare!

Review

Wenn man sich die 4 Insaniacs von CROWLEY genauer betrachtet, kommt man schon gehörig ins Schwitzen bei derlei Metal-Utensilien, Schminke und peinlichen Posen. Obwohl mir eigentlich nicht ganz bewusst war, dass das Christentum so sehr verbreitet im Land der aufgehenden Sonne war, geizen die 4 nicht mit verdrehten Kreuzen. Das Cover und ebenso das Lyric Sheet sind beide ein Fest für die Äugelein, doch was verbirgt das schwarze Vinyl? Tja, leider eine typisch japanische Angelegenheit, geile Mucke und grässlicher Gesang, oder habt ihr was anderes erwartet? Eigentlich sind Takashi Iwais Vocals gar nicht mal sooo schlecht im Vergleich mit anderen Heulsusen von den Inseln, nur leider passen sie nicht zum recht rohen Metal den CROWLEY, wie gewohnt von japanischen Bands, generell geschickt in Szene zu setzen verstehen. "Stalker", "Bad stone", "Night angel" und "Pretender" sind stilistisch ähnlich stampfig fordernd gestrickt, streng im Midtempo gehalten, trotzdem nicht langatmig. Gitarrenmäßig hat man mit Yoshinori Kokune einen fähigen Mann (könnte optisch auch ne hässliche Frau sein) verpflichtet, der das ein oder andere "das-setzt-mir-ein Schmunzeln-auf-Solo" aus seinem Instrument herauf beschwört und definitiv nicht an Gicht leidet. "Woman in a black cape" beginnt dann doomig schleichend, eigentlich eine Halbballade doch "doomig schleichend" klingt schöner, und doomt sich über die Zeit bis es zum Ende hin etwas flotter voran geht. Auch hier "stören" Takashi's Vox gehörig, da der Song ansich gut ins Ohr geht mit einer mystischen Note an Theatralik. Bei "Floating man" geht's dann endlich etwas flinker zur Sache. Ich würde nicht behaupten dass es ein reinrassiger Speedbanger ist, doch im Gegensatz zu den anderen Tracks powern sie hier ordentlich los und sogar Takashi kann am Ende hin überzeugen indem er endlich das tut was er schon von Anfang hätte machen sollen, nicht singen sondern die Songs einschreien. Produktionstechnik gibt es keine Abstriche, mit besseren Vocals wäre das Ding ne richtig fetzige Metal Platte, so bleibt unterm Strich wiedermal nur gewöhnungsbedürftiger True Metal mit nervigem Gesang...nur für Leute mit starken Nerven.

Tracks
1) Stalker
2) Bad Stone
3) Night Angel

1) Pretender
2) Woman In A Black Cape
3) Floating Man

Created / updated: 2012-04-28
FutureSynner