Labyrinth: So Wild

Year1985
Label/DistributionMinotaur
FormatLP
Musical styleHeavy Metal
Additional info-
Rarity grading
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3 out of 6 - Extremely rare!

Review

Diese Platte stand auch schon sehr lange auf meiner Wantlist. Ich hatte schon in der Vergangenheit öfters mal von dieser Scheibe gehört und wollte sie daraufhin käuflich erwerben. Ein paar Jahre später (also jetzt) war es soweit und ich habe sie mir geholt. War gar nicht so leicht, an "So Wild" heranzukommen. Komischerweise ist die Platte trotzdem noch recht billig (80 Euro billig-haha!!!). Es ist sehr schwer, LABYRINTH in musikalischer Hinsicht in eine Schublade zu stecken. Einerseits ist das gebotene nicht immer aggressiv genug um ständig das Prädikat US-Metal zu verdienen, andererseits aber auch selten nur Hard Rock. Die Stilrichtung Hard Rock soll nicht falsch verstanden werden. Die Songs sind nicht simpel und schlicht rockig, sondern einfach nicht aggressiv genug, um purer Stahl zu sein. Aber qualitativ soll die Stilrichtung Hard Rock nicht bewertet werden! Was soll’s, fangen wir an: "So Wild", der Opener startet mit gutem Hard Rock/Metal, welcher mich zwar nicht umhaut, aber auch kein Grund ist, seine Nase zu rümpfen. Normaler, gut gemachter Hard Rock/Metal eben. Die Melodien sind gut, der Song durchdacht und nie zu simpel. Fazit: Nix für Power-Fanatiker, für alle anderen sehr gut. "The Edge" bläst dann schon um einiges mehr. Hier ist echter US-Metal am Start, der wirklich frisch und unverbraucht klingt. Die Riffs und Melodien sind wirklich erstklassig und der Song wartet mit einem sauguten Solo auf, sodass es diesem uneingeschränkt ein Klasse!!! von mir gibt. Der Refrain bleibt schön im Ohr, ohne simpel und langweilig zu sein. Überhaupt ist dieser Song steht's interessant und wartet mit vielen verschiedenen Parts und Breaks auf. Wirklich cool! "Stay Tonight" ist (leider) Hard Rock, der biedereren Art, welcher leider mir zu unspektakulär ist. Nicht schlecht gemacht, aber nicht mein Stil. Kurioserweise überrascht gerade der Song mit einem Mittelteilriff, das mächtig böse ist und so gar nicht dazupassen will..."We Don’t Care" ist wieder ein Hit, der einfach gehört werden muß! US-Metal at its very best!!! Geniale Melodien, Riffs, Soli und ein sauguter Gesang vermengen sich hier zu einer kleinen Perle. Zwar ist der Song nicht allzu heavy, aber dafür umso besser in der Umsetzung und Gestaltung und trotzdem nie seicht oder lasch. Eben nicht so aggressiv, aber mit viel Gespür für tolle Riffs und Leads. Auch der Gesang ist meisterlich! Das heißt aber nicht, dass auch nicht mal die Post abgeht! "Heartbeater" und "I Am What I Am" sind dann wieder Hard Rock/Metal Songs, die niemand schaden und auch handwerklich wirklich super sind, aber eben für mich nichts besonderes darstellen. "Last Call" kann mit seinem tollen Riffing wieder mehr überzeugen und liefert wieder puren US-Metal ab, der mit viel wumms und recht flott vorgetragen wird. Kommen wir zum Schluß: "The Bridge Of Khazad-Dum" lässt Tolkien Fans aufhorchen. Ist aber ein Instrumental, bätsch! Dieser Song ist schon genial, schafft es doch hier das Keyboard eine richtig düstere und abgefahrene Fantasyrollenspiel-Stimmung zu schaffen ("Bard’s Tale" lässt grüßen!). Dieses mystische und atmosphärische Instrumental gehört mit seinem vielen Läufen und Keyboardpassagen sicherlich zu den besten Momenten auf LABYRINTH’s "So Wild" LP und ist im puren Metalbereich angesiedelt. So, jeder der interessiert ist, soll sich bitte diese Scheibe holen, da sie wirklich mehr als empfehlenswert ist. Aber alle die nur auf harte Sachen stehen, kann ich nur raten, hört mal erst in die Scheibe rein. Die Platte ist zwar nicht soft (also kein Melodicmetal), aber eben auch kein Powermetal!

Tracks
1) So Wild
2) The Edge
3) Stay Tonight
4) We Don't Care

1) Heartbeater
2) I Am What I Am
3) Last Call
4) The Bridge Of Khazad-Dum (Mithrandir vs. The Balrog)

Created / updated: 2011-01-17
Andreas Müller