Crossbones: Same

Year1989
Label/DistributionDischi Noi
FormatLP
Musical styleHeavy Metal
Additional infoGatefold-cover
Rarity grading
ShieldShieldShieldShieldShieldShield
3 out of 6 - Extremely rare!

Review

Diese sehr schöne Platte residiert auch schon länger in meinem Plattenschrank und das zu recht! Zu unterbewertet und unbekannt scheint mir diese Platte zu sein, stecken doch CROSSBONES ein Groß der anderen Italiener in den Sack (leider müssen auch hier wieder HALLOWED herhalten). Die Aufmachung ist top (Klappcover) und auch der Sound ist megafett. Es gibt zwei verschiedene Versionen der Platte, denn die Schriftzüge unterscheiden sich etwas voneinander. Ist das eigentlich schon mal jemand aufgefallen? Ich weiß nicht, welche Version die rarere ist, aber leicht zu finden ist die Platte im allgemeinen nicht. Die Suche lohnt sich aber!!! "Fallen Angel" startet die Scheibe mit normalem Melodic Metal, der zwar keine qualitative Mängel aufweist, jedoch auch nicht aus der Masse herausragt. Nett, aber zu harmlos. "Iron In The Soul" ist dann ein ganz anderes Kaliber: Powermetal wird hier geboten. Mal ist ein Hauch des Epischen zu vernehmen, dann wieder neoklassische Momente. Einfach genial, egal ob Solo, Mittelteil, Refrain oder Strophe. Hier wird megafetter Metal abgeliefert, der zum besten aus Italien zählt! "Rock ‚n' Roll" ist einfach peinlich, deshalb lasse ich diesen Ausfall mal weg und schweige... "Cry From The Heart" ist eine stampfende Powerhalbballade, die mich wirklich umhaut, denn sie versprüht wirklich Emotion, und wenn der saumäßig traurige Mittelteil mit seinem Klavier auffährt, dann weint die Metallergemeinde einfach mit. Ich weiß nicht wieso, aber dieser Song hat das gewisse etwas, was anderen Song gleicher Machart fehlt. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass der Song später in Powermetal Gefilde vorstößt und die balladesken Teile total abschüttelt. Welch ein Glanzstück!!! Der Gitarrist ist ein Fudler vor dem Herrn und zaubert mir nix Dir nix Soli aus dem Ärmel, da schlackert manch einer mit den Ohren. Mit "Promised Land" geht es gerade weiter und auch hier lässt sich nicht negatives finden. Leiche Ähnlichkeiten zu QUEENSRYCHE ("Rage For Order") kommen mir in den Sinn. Auch hier wieder: Gänsehaut pur. Die Songs gehen einfach in die Tiefe und plätschern in keinster Weise. "Venom" besticht dann durch seine simple Aufbauweise und läßt leicht AOR-Momente durchscheinen, die aber überaus positiv zu bewerten sind. Der Keyboardteppich schafft immer eine klassische Atmosphäre und so klingt alles sehr bombastisch. Also auch hier Daumen weit nach oben. "Winter" ist dann eine Inszenierung der "Vier Jahreszeiten" von Vivaldi! So etwas hört man auch nicht alle Tage. Dies zeigt deutlich die Nähe von CROSSBONES zur klassischen Musik. Der Rausschmeißer "Fire" ist ein purer Powermetal Song, der durch einen atmosphärischen Mittelteil glänzt. Ein wunderbarer Schluss einer genialen Scheibe also. Wenn wir mal den Ausrutscher außer Acht lassen, haben CROSSBONES ein überaus eigenständiges und hochkarätiges Werk geschaffen. Meiner Meinung nach absolute Kaufpflicht!!

Tracks
1) Fallen Angel
2) Iron In The Soul
3) Rock 'n' Roll
4) Cry From The Heart

1) The Promised Land
2) Venom
3) Bad Dreams
4) Winter
5) Fire

Created / updated: 2011-01-17
Andreas Müller