Voodoma: Reign of revolution

Year2006
Label/DistributionPrivate
FormatCD
Musical styleHeavy Metal
Additional info-
Rarity grading
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0 out of 6 - Not rare at all!

Review

Ziemlich aufwendig gemacht ist die selbstproduzierte CD "Reign of Revolution" von VOODOMA. Hätte man noch auf das grauenhaft schlecht zusammengebastelte computergestaltete Coverartwork verzichtet, wäre der optische Eindruck noch besser ausgefallen, aber zumindest der Spruch im Inlet "Metal is our religion" verheißt Gutes.

Nach einem wenig auffallenden Opener geht es zu dem sehr spannend arrangierten "Vive le Roi!". Hier zeigt die Band gute kompositorische Fähigkeiten und überzeugt mit einem gelungenen Songaufbau.

Leider wird dieses Niveau nicht durchgängig so gehalten. Das liegt weniger an den Kompositionen, denen, bis auf wenige Durchhänger nur manchmal etwas der Feinschliff fehlt, sondern mehr am noch verbesserungswürdigen Gesang.

Es ist ja bekannt, daß alles mit der Gesangssektion steht und fällt. Betrachtet man einen Song wie "Joshua" fällt auf, daß hier das kräftige Grundgerüst von der eher gequälten Stimme nicht getragen wird. Das ist sehr schade, da der Song wirklich gelungen ist.

Natürlich kann man hier einwerfen, daß speziell aus den USA viele Bands kommen, die noch weit schwächere Sänger ihr eigen nennen, aber trotzdem gut verkaufen. Das ist ein richtiger Einwand und man kann nur sagen, daß VOODOMA dadurch, daß sie aus Düsseldorf kommen, den Nachteil haben, eben keine US-Band zu sein und demnach über Unzulänglichkeiten auch nicht hinweggesehen wird. Das erscheint unlogisch und etwas blödsinnig, ist aber leider so wie man an den Verkäufen von amerikanischen Bands im Gegensatz zu anderen sieht.

Auf ein warum gibt es leider keine befriedigende Antwort. Viele Heavy Metal-Hörer kaufen einfach alles, nur weil US-Metal darauf steht, egal wie schlecht die gebotene Musik ist. Mir gefällt US-Metal im Gegensatz zu meinem Labelboss auch recht gut, aber man muß schon mal anmerken, daß VOODOMA viele Bands aus Amiland in die Tasche stecken würden, aber trotzdem kaum Erfolg haben werden, weil eine deutsche Band eben weit besser sein muß als ihre amerikanischen Kollegen, um zumindest den gleichen Erfolg zu haben.

Wie stellt man das nun an? Der Sänger muß versuchen kräftiger und ausdrucksstärker zu werden, dann kann er auch mittelmäßigere Kompositionen wie "Rude awakening" oder "Brotherhood" erretten oder sich auf stark eingängiges Material konzentrieren, da hier dem Sänger entgegenkommt, daß er die Töne halten kann, aber eben nur nicht powervoll genug rüberkommt (gutes Beispiel ist der Ohrwurm: "Traces of sin"). Bei einer Ballade wie Fallen heroes" fällt naturgemäß eine wenig kräftige Stimme auch nicht so auf, aber genauso naturgemäß singt ein Metal-Sänger nicht hauptsächlich Balladen.

Bei einem europäisch gestalteten sehr eingängigen Song wie "Never" ist auch alles im grünen Bereich. Hier ist auch der Gesang passend, aber der Song ist eben sehr eingängig und verlangt auch keine stimmlichen Kapriolen. Sicherlich ein weiteres Highlight der CD.

Zusammenfassend sei gesagt, daß VOODOMA eine hoffnungsvolle deutsche Band sind und selbst der EMERALD-Sänger irgendwann gelernt hat seine Stimme perfekt einzusetzen! Folgerung: VOODOMA können das auch noch schaffen.

Strong Heavy Metal with quite average vocals. There is a lot of potential but it depends on the will of improvement for the next album whether the band has a chance to be succesful. There are a lot of US-Metal influences, but as the Band is not US-origin the crowd will ignore them although they are better than a lot of better selling bands from the States.

When you get this album in your hands maybe the best is to check out "Joshua", "Never", "Traces of sin" and "Vive le roi!"

Tracks
World in hands
Vive le roi!
Intro/Speech
Under the gun
Joshua
Rage of gods
White lies
Rude Awakening
Fallen heroes
Never
Brotherhood
Traces of sin
Jesus crime
Outro
Bonustracks:
Generation underground
The cross (Live-Intro)
Joshua (Karaoke-Version)

Created / updated: 2011-01-17
Markus Tost