Thousand Lakes: Beyond time and space

Year2007
Label/DistributionPrivate
FormatCD
Musical styleHeavy Metal
Additional info-
Rarity grading
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0 out of 6 - Not rare at all!

Review

Eine Heavy Metal - Band aus Luxemburg ist tatsächlich mal was aussergewöhnliches. Nicht nur deshalb weil Luxemburg flächenmäßig eher klein ist, sondern weil auch bisher metallisch nicht viel aus dem Nachbarland bekannt wurde. Die Standardeinstellung "Luxemburg" fehlt gar im metalpage-Programm, weshalb ich die Band THOUSAND LAKES nun einfach innerhalb Deutschlands eingliedere. Ich gehe mal davon aus, dass das nicht auf viel Begeisterung stößt, aber man kann sich vielleicht damit trösten, daß Liechtenstein genauswenig in der Standardliste aufgeführt ist....nun ja.

"Beyond time and space" ist nun ein sphärisches, manchmal progressiv angehauchtes Metal-album geworden. Mit einer guten Produktion und sehr stark an den US-Metal angelehnten Songstrukturen ist dies bisweilen spannend gelungen und die Jungs stehen ihren US-Kollegen in nichts nach.

Man muß natürlich bemerken, dass der Traditionsmetaller mit dem eher europäischem Geschmack (mich eingeschlossen) Probleme mit dem Album haben könnte. Auch die Screams im Wechsel mit den eher zurückhaltenden Vocals mag manchen überfordern. Ich führe da immer als Beispiel die Band HADES an. Das finde ich irgendwie spannend, habe auch schon oft versucht, "Zugang" zu finden, trotzdem bedarf es für mich einige Mühe es anzuhören.

Vom Standard her kommen THOUSAND LAKES derartigen Urvätern des progressiveren Metals doch recht nahe und auch der erschwerte Zugang ist ähnlich. "Defiers of Seth" -auf über 12 Minuten- verlangt dem Zuhörer einiges ab. Daß es auch AC/DC-mäßig geht, beweißt "Bottom line", welches für einen derartigen Stampfer sehr gelungen ist, aber die Frage ist, ob sich die Band einen Gefallen getan hat, so unterschiedliche Einflüsse auszuprobieren.

Die ganz großen Melodien fehlen insgesamt noch, aber US-Prog-Texas-Metal-Fans sollten sich THOUSAND LAKES auf ihren Merkzettel schreiben. Für die anderen empfehle ich erstmal reinzuhören, wobei mein persönliches Highlight "Worldless tale" musikalisch schon die ganze Bandbreite wiedergibt, jedoch als Instrumental nicht für den Rest der CD steht. CELTIC FROST zu "Into the pandemonium"-Zeiten hat man bei "Beyond Time and space" angehört. Am besten "The curse", also den zweiten Song der CD, der noch recht eingängig ist, anhören und man weiß schnell, ob man mit dem Material etwas anfangen kann oder nicht.

Progressive Metal of high european Standard from a band of Luxembourg with a lot of US-influences. Strangely the Metalpage-form has no country sign for Luxembourg, so I will use Germany and hope the band will not be angry about that.

But back to the music. What can the listener expect? Definitely not "easy listening"-stuff according to the most of the songs.

If you try "Bottom line" you will not believe my words, because this is AC/DC-like stuff, but listen to "Defiers of Seth" and you will know what I mean. Also the long ballad "Eyes of a child" is not the typical "Straight on"-music for the traditioal Metal-fan, so the open minded ones should try this well produced album. The traditional Metal-fan should listen to it first.

Tracks
The curse
Curse the night
Shout to the gods
Defiers of Seth
Bottom line
Eyes of a child
Take you down
Child of Wrath
Worldless tale
Beyond Time and space

Created / updated: 2011-01-17
Stefan Riermaier