Flanez: Fast Foodt

Year1989
Label/DistributionPrivate
Format12inch
Musical styleHeavy Metal
Additional info-
Rarity grading
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3 out of 6 - Extremely rare!

Review

So, liebe Kinder, gebt gut acht, ich hab euch etwas mitgebracht. Und zwar einen Volkshochschulkurs in: Wie verpacke ich ein hervorragendes Produkt dermaßen beschissen, dass es von keiner Sau gekauft wird. Genau das haben nämlich die fünf Buben von FLANEZ geschafft. Ich kann mir nur vorstellen, dass die Knete zum Ende der Produktion hin ausgegangen ist und die Band beschloss, dieses in Eigenregie herzustellen, für das geniale Coverkonzept zeichnet sich nämlich der Sänger verantwortlich. Wir nehmen also einen beschissenen alten Turnschuh, der wahrscheinlich dermaßen stinkt, dass er für die Photosession mit Eis vollgestopft werden musste. Damit aber nicht genug, man dekoriere diesen Schwachsinn dann noch mit Eishütchen, kleinen Amerikaflaggen und ein paar Wunderkerzen. Das Ganze nennt man dann Fast Foodt und ein paar von euch Schlauköpfen wird jetzt der Sinn dieser ganzen Aktion dämmern. Wem nicht, der wird wahrscheinlich versuchen, das Eis von der Hülle zu lutschen. Dabei ist diese Mini-LP zusammen mit BLACK FATE und COURAGE das beste, was je an deutschen Eigenpressungen unters Bangervolk geworfen wurde. Über 25 Minuten hinweg wird hier melodischer, teutonischer Spitzenklassen-Metal zelebriert, der immer schön die Balance zwischen Power und Eingängigkeit hält. Und ganz besonders ragt die filigrane Gitarrenarbeit heraus, hört euch nur mal die entsprechenden Solis der Herren Üv und Dago (alles andere als normale Namen hätte mich jetzt auch gewundert) an. Die hätten jeder amerikanischen Powermetal-Band gut zu Gesicht gestanden. Keyboards und Balladen sind übrigens auf der Pladde verpönt. Ich kann daher nur jedem raten, diese 12" bei Sichtung sofort zu verhaften, aufgrund des grottigen Cover ist es sogar möglich, dass noch Exemplare in irgendwelchen Ramschtrögen rumgammeln.

Tracks
1) Keep On Believing
2) Without You

1) Stand Up
2) He's The One

Created / updated: 2011-01-17
Stefan Wendle