Sigis: Le grand retour de nibiru

Year2007
Label/DistributionPrivate
FormatCD
Musical styleHeavy Metal
Additional info-
Rarity grading
ShieldShieldShieldShieldShieldShield
0 out of 6 - Not rare at all!

Review

Es kommt natürlich immer auf die Einstellung an, mit der man an ein Album geht. Bei SIGIS wurde mir kundgetan es handle sich um Thrash Metal obwohld das Fantasy-Warrior-Coverartwork eher 80er Metal-mäßig aussieht. Nun ja, ab und zu höre ich mal Thrash, aber eher selten, weshalb die CD erstmal auf dem Anhörstapel rumgammelte. Nun, irgendwann muß man auch Anhörstapel verkleinern, also rein mit der SIGIS-CD in den Player. Mhm, zumindest der erste Song hat mit Thrash nicht so viel zu tun. Eher eine kauzige Mischung aus KILLERS und ADX mit seltsamen Einfällen, aber gut gespielt. Was nicht thrashig ist, kann noch werden und so ist Song zwei "Annihile" ein typischer Thrash-Hammer und löscht meine Hoffnung auf eine reine Power Metal-Scheibe erst mal aus (Super tolles Wortspiel: "Annihile" heißt auslöschen). Bevor jetzt noch mehr literarische Höchstleistungen kommen, gleich weitergesprungen. "Oublié" ("Vergessen") hat nichts mit Thrash zu tun und zeigt wieder etwas eigenartigen Franzosen Metal, der zumindest in diesem Song irgendwie entfernt auch an WITCHSMELLER PURSUIVANT erinnert, deren 2008er Album erst vor kurzem hier reingeflattert ist. Die nächsten Songs wechseln sich ab zwischen dem beschriebenen eigenständigen Metal und ab und seltenen Thrash-Einflüssen wie beim uninspirierten "Les Corsaires bleus", welches zwar aus allerlei Elementen zusammengesetzt wurde, aber eher langweilig wirkt. Es bildet mit seinen schwachen Shoutparts den Tiefpunkt der Platte, die sich ansonsten durch viele gute Ideen auszeichnet. "Combattre, Vaincre, Regner" zeigt so ziemlich alles, wozu die Band in der Lage wäre (ist): Interessantes Songwriting, einen sehr fähigen Sänger und gute Musiker. Das letzte Stück der CD und gleichzeitig Titeltrack setzt diese Linie fort. So hoffen wir, daß die Jungs auf ihrem nächsten Album ihre Stärken ausspielen und die Thrash-Elemente aussparen. Das können andere Bands besser und SIGIS haben es wahrlich nicht nötig sich auf Gebiete zu begeben, die nicht zu ihnen passen. Sind wir gespannt, was es von dieser Band noch zu hören gibt. Talent ist genügend vorhanden.


First I thought this band would play Thrash Metal, although the fine Warrior-coverartwork reminds on powerful 80s Metal, but in fact its a mixture between KILLERS and ADX and something unique, but Thrash influences are not in every song. A lot of interesting material is put on this album, but also a few boring fillers. Especially "Les corsaires bleus" is a Thrash Metal-song made like thousands before and has some totally uninspired shout-parts. But back to the good stuff: "Les dernier des hommes" or some TRUST-like moment in "L crime paie" are done very well, so its obvious that the band has their best moments when they play more melodic stuff. While playing in the thrash-direction the stuff looses potential and cannot convince, but each time the band goes to be experimental with melody and power its very interesting to listen to it. The vocalist shows his ability really fine in "Combattre, Vaincre, régner" and the title-track of the album. These songs which are also musically something like a combination of all the band is able to do: Fine vocals combined with good songwriting and outstanding musicianship, give a big hope for the future. The whole CD is very "french" sounding in harmonies, so maybe this whole thing is useful only for open minded listeners, but not for the ones who expect allways the same thing and mainly US-Metal-like stuff. Such a sound is very far away from what SIGIS are playing. Sadly the sound sometimes is a bit weak but this is normal for a private pressing. So we wait for the next album with curiousity!

Tracks
Le dernier des hommes
Annihile
Oublie
Pas de sacrifice
Les Corsaires bleus
Vitesse maitresse
Le crime paie
Combattre, vaincre, Regner
L'arc divinatoire du Heavy Metal
Le grand retour de Nibiru

Created / updated: 2012-08-31
Stefan Riermaier