Outbreak: Master Stroke

Year1986
Label/DistributionPro Canada Side
FormatLP
Musical stylePower Metal
Additional infoWith Poster. Edition of 1000.
Rarity grading
ShieldShieldShieldShieldShieldShield
4 out of 6 - Incredibly rare!

Review

Haha, selten beim Anblick eines Posters so gelacht!!! Kauft euch die Scheibe und schaut das Poster an!!! Die vier wilden Kerle in pseudo NS-Kluft, einfach geil!!!! Man mag ja zu so einem Nazi Image stehen wie man will, aber mich hat es nicht abgehalten die Platte zu kaufen. Wieso auch?! Die einen meinen, sie seien die größten Lover, die anderen sie wären böse Krieger, die alle einen Kopf kürzer machen und diese hier haben sich eben ihr Image aus der NS-Zeit abgekuckt. Ist zwar schon schwer verdaulich, aber so böse sind sie doch wieder nicht, wenn sie sogar das Wort Krieg auf dem Cover falsch schreiben (Kreig – Kult). Politische Diskussionen haben hier eh nix verloren, darum befassen ich mich jetzt mit der Musik. Geboten wird sehr roher und ansprechender Powermetal, der meist ziemlich Riff-lastig ist. OUTBREAK haben alles drauf, was guten Powermetal ausmacht: Wuchtige Parts, filigrane Solis, Uptempo Speedmetal Riffs, 2-stimmige Riffs a la Maiden, atmosphärische und stimmungsvolle Teile und natürlich ein druckvolles Drumming. Eigentlich klingt die ganze Platte gar nicht nach einer mittachtziger Privatpressung, denn der Sound ist dermaßen fett und die Songs fast zu ausgereift für eine Privatpressung. Eher könnte die Scheibe bei Megaforce oder Metal Blade erschienen sein. Ihr könnt mir wirklich glauben, hört mal wie filigran die Jungs trotz des sehr riffigen Metals sein können. Aber wie könnte es anders sein, etwas blieb bis jetzt unerwähnt: Der Sänger. Ich könnte die Scheibe über alles loben, wenn nicht dieser Kaizer Fist wäre. Also wenn er in mittleren Tonlagen singt (ca. 50% seines Singsangs) klingt er gar nicht schlecht. Er erinnert mich an den Kerl von RUTHLESS oder einen extremen GRAVE DIGGER Sänger. Aber wehe er erhebt seine Stimme in höhere Tonlagen, dann heißt es Deckung beziehen. Es klingt einfach zu gepresst und unangenehm. So kann man sich tolle Songs wie z.B. "Hell on Earth" dank des Gesang nur als sehr offener Hörer antun. Hier klingt er sogar ganz leicht nach KING DIAMOND, nur LANGE nicht so gut. Ich weiß, ich soll ja objektive Kritiken schreiben (hallo Pauli), aber hier muss ich einfach sagen, was mir gegen den Strich geht. Trotz des gesanglichen Defizites sind Songs wie "Leader", "Spy Killer", "Über Alles", "Master Stroke" oder "Mein Kampf" sehr gelungene Powermetal Songs, die es verdient haben, geachtet zu werden. Denn eines muss klar sein, Outbreak stellen ein Groß der anderen Privatpressungen locker in den Schatten. Wer diese Scheibe noch nicht besitzt, sollte sie schleunigst kaufen, denn ich könnte schwören, dass sie bald gewaltig im Preis steigen wird.



Diese Scheibe objektiv zu besprechen ist kaum möglich. Jedem Sammler dürfte die zweifelhafte Botschaft bekannt sein, die Outbreak zu verbreiten gedachten. Allein die Songtitel sagen wohl alles über den kranken Humor der Herren. Laut eigener Aussage wollte die Band "nur" schocken, was aber vor allem hierzulande voll daneben geht. Musikalisch gesehen ist "Master Stroke" eine wirklich gute Power Metal Scheibe mit sehr hohem Gesang und ordentlich produziert. Dennoch möchte ich noch mal darauf hinweisen, dass man das Teil aufgrund der "Botschaft" mit Vorsicht genießen sollte.

Tracks
1) Master Stroke
2) Über Alles
3) Hell On Earth
4) Mein Kampf

1) Love
2) Spy Killer
3) Leader
4) Triumph

Created / updated: 2011-03-18
Andreas Müller, Stefan Wille