Etches, Barry Philip: Hell hath no Fury

Year1987
Label/DistributionWorld Records
FormatLP
Musical styleUS Metal
Additional info-
Rarity grading
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3 out of 6 - Extremely rare!

Review

Diese Scheibe wird zur Zeit des öfteren zu einem recht saftigen Preis angeboten. Wie man als Sammler halt so ist, wird alles gekauft was rar und teuer ist. So auch in diesem Falle. Was aber bietet diese Scheibe? Vom optischen her absolut gar nichts, ist doch so ein Cover die Krönung der Einfallslosigkeit. Aber Let the Body, äh Music do the Talking. "Heavy Duty Rock&Roll" startet die Scheibe und sofort fällt der sehr dünne Gitarrensound auf, der total die Power nimmt und die ganze Scheibe altmodisch und kraftlos klingen lässt. Ansonsten kann der Song überzeugen, da er recht episch gehalten ist. Zwar hat das Lied auch seine Strecken, wenn 08/15 Riffs verbraten werden, aber sonst kann man nicht meckern. Ich würde die Musik als epischen US-Metal mit einem Hang zum Hard Rock der Siebziger beschreiben. Wie eine härtere Version von BLUE ÖYSTER CULT oder so. Also definitiv kein Power Metal (wie oft angepriesen). Dann kommt "Wild Horses" und ich falle fast vom Stuhl. Was soll ich denn mit Country mäßiger Musik anfangen?! Nichts, eben. Ich breite ganz schnell den Mantel des Schweigens über diesen Totalausfall. "Watch Him Die" ist dann ein richtiger Powermetal Song, der sehr hart und gekonnt dargeboten wird. Hier offenbart sich auch die Qualität des Sängers. Er ist zwar nur mittelmäßig, aber hier gewinnt seine sonst sehr angenehme Stimme an Aggressivität und das steht der Musik gut zu Gesicht. Daumen hoch für diesen Song! "Flight Of The Hellion Stage" ist dann ein episches und sehr atmosphärisches Instrumental das mit Keyboardpassagen aufgelockert wird. Auch davon bin ich recht angetan. Das WITCHFYNDE Cover "Would Not Be Seen Dead In Heaven" hätten sie sich sparen können, weil es sich verdammt altmodisch anhört und mir so gar nicht gefällt. "Firestorm" ist dann ein recht guter, aber nicht weltbewegender Metal Song und schadet niemand. Mittelklasse eben. Der zweiteilige Abschlußtrack "The Technicolor Dream Canon" kann dann durch seine atmosphärischen Keyboardklänge und seinen epischen Touch wieder restlos überzeugen. So, was haben wir hier also: Ein zwiespältiges Werk, das wohl bei niemand Begeisterungsstürme auslösen wird. Aber die Scheibe besitzt trotzdem genügend Reize, die einen Kauf rechtfertigen.



Gute Power Metal Scheibe, die den geforderten Preis aber nicht wert ist. Typischer Durchschnitt halt, der Sammler verrückt und arm macht, für den normalen Fan aber nicht relevant ist. Die Scheibe ist gut produziert, die Songs sind eingängig, der Sänger ordentlich. Highlights sucht man vergeblich, Ausfälle auch. Für Sammler eben.

Tracks
1) Heavy Duty Rock & Roll
2) Wild Horses
3) Watch Him Die
4) Flight Of The Hellion Stage I

1) Flight Of The Hellion Stage II
2) Would Not Be Seen Dead In Heaven
3) Firestorm
4) The Technicolor Dream Canon: Pt I Dying In Digital
5) Pt II Misery

Created / updated: 2011-03-11
Andreas Müller, Stefan Wille