Ana Blak: She's a Tease

Year1987
Label/DistributionRagged
FormatMini-LP
Musical styleHeavy Metal
Additional info-
Rarity grading
ShieldShieldShieldShieldShieldShield
2 out of 6 - Quite rare!

Review

Also ehrlich, mit solch einem Cover und Plattentitel hat man gleich verloren, oder?! So ein Cover ist echt für’n Arsch!!! Und der Titel, unter aller Kanone! Wer will denn so was?! Hab trotzdem mutig tief in die Tasche gegriffen und dieses Teil erstanden. Bedrohlich und unheilvoll startet die Scheibe mit "Anattack", einem Intro, das aufhorchen lässt und die Erwartungen recht hoch schraubt. "Are You Ready" heißt der erste Song und überrascht mit gleich mit einem OMEN a-like Gitarrenlauf. Der Song ist im ganzen sehr gelungen und lässt sich angenehm reinpfeifen. Stilistisch würde ich die ANA BLACK mit härteren LIZZY BORDEN vergleichen. Also energischer und powervoller US-Metal, der eine Nuance Hair Metal beinhaltet. Dann kommt "She’s a Tease", der Titeltrack und ich bin platt!!! Zeigen ANA BLACK einen Augenblick vorher, was geiler Metal ist, packen sie hier ein schwülstiges Liedchen heraus, das wahrscheinlich sehr an RATT und ähnlichem Posermetal angelehnt ist. Nix von Power, nix von Energie, nix messerscharfe Riffs, nix gar nix!!! 3 Minuten Später schallt "We Don’t Knock" aus den Boxen und ich atme auf: Es ist wieder alles gut!!! Kraftvoller und glockenklarer Gesang hallt mir entgegen, Powerriffs und Drumming gepaart mit furiosen 2-stimmigen Soli ergeben eine süchtigmachende Mischung, der ich vollends verfallen bin. "Does Your Mother Know" fällt wieder ein bisschen ab, ab Gott-sei-Dank nicht in Titeltrack Gefilde. Hier ist eben die Glam Wurzel stärker offenbar, obwohl der Song wirklich Klasse hat. Nur eben etwas melodischer. Seite 2 startet dann mit "Fight" und mich bläst es wieder total weg!!! Kinder, knallt der Song aus den Boxen!!! Ich würde dieses Metalungetüm mal also eine Mischung aus GRIM REAPER und LIZZY BORDEN umschreiben, aber verdammt heavy und wuchtig. Heissa, so macht Powermetal spaß!!! "Guilty Of Innocence" ist wieder (merkt ihr schon was????) etwas melodischer, aber diesmal ohne Glameinschlag. Einfach ein weniger hartes Liedchen, ohne aber qualitativ schlechter zu sein. Alleine der geniale Gesang macht die Songs zu wahren Perlen. Dann kommt "Hell To Pay" und die Hölle bricht wirklich los. Rasende Doublebass Attacke, furioses Riffing und kongeniale Melodieführung machen "Hell To Pay" mal kurz zu einem Klassiker!!! Einfach genial, dieser Song ist Pflicht und ein absolutes Sahnestück in Sachen Uptempo US-Powermetal!!! Klar, dass dann "After The Rain" eine Halbballade ist. Da waren die Jungs wahrscheinlich vom griffbrettwichsen so erschöpft, dass sie es langsam angehen mussten. Hier wird ein netter Song geboten, der sich hinter anderen Größen nicht zu verstecken braucht. Aber ein Kaliber a la "Hell To Pay" oder "Fight" wäre mir lieber gewesen. Dennoch kommen die musikalischen Fähigkeiten der Band hier sehr gut zur Geltung. Ein wirklich schöner Song, der mit seiner dezenten Keyboarduntermahlung eine traurige Atmosphäre verbreitet. Dieser Song ist nicht übermäßig schnulzig, sondern einfach schön. Solltet ihr diese Platte einmal zum Kauf angeboten sehen, dann schlagt blitzartig zu, denn trotz eines Totalausfalls und des miesen Gitarrensounds ist ANA BLACK Platte eine wunderbare Scheibe geworden.

Tracks
Anattack
Are You Ready?
She's A Tease
We Don't Knock
Does Your Mother Know
Fight
Guilty Of Innocense
Hell To Pay
After The Rain

Created / updated: 2011-01-17
Andreas Müller